Mehr Spalten am grossen Bildschirm: die mitwachsende 1-Pixel-Spalte
Am Laptop ist der Platz knapp, am Desktop nicht. Viele Listen in DabuSoft Pro zeigen darum am grossen Bildschirm eine Spalte mehr: Sie ist im Layout nur einen Pixel breit und wächst mit, sobald das Fenster breiter wird. Am kleinen Bildschirm verschwindet sie, ohne dass etwas verrutscht.
Am Laptop ist der Platz knapp, am Desktop nicht. Trotzdem soll dieselbe Liste auf beiden Bildschirmen gut lesbar sein. DabuSoft Pro löst das mit einer Spalte, die im Layout nur einen Pixel breit ist. Am kleinen Bildschirm sieht man sie nicht. Wird das Fenster breiter, wächst sie mit und gibt ihren Inhalt frei.
Ein Beispiel
In der Liste «Zahlungen einlesen» folgt im schmalen Fenster auf «Firma» direkt die nächste Spalte. Im breiten Fenster erscheint dazwischen eine weitere Spalte, in der Voreinstellung «PLZ, Ort». Nichts verrutscht, nichts überlappt. Am Laptop fehlt eine Spalte, am Desktop ist sie da.
So funktioniert es
Die Technik braucht kein Script und keine Formel. Sie steckt allein in der Verankerung der Objekte. In einer Zeile gibt es drei Gruppen:
1. Links von der Spalte: links verankert. Diese Felder bleiben stehen.
2. Die Spalte selbst: einen Pixel breit, links und rechts verankert. Sie wird um jeden Pixel breiter, um den das Fenster breiter ist.
3. Rechts von der Spalte: rechts verankert. Diese Felder wandern mit dem Fensterrand nach rechts.
Damit das wirkt, muss auch die Liste selbst (das Portal) links und rechts verankert sein. Der Spaltentitel im Kopf ist genauso gebaut: ein Text, einen Pixel breit, links und rechts verankert.
Zusammen mit den wählbaren Spalten
Die mitwachsende Spalte ist oft zugleich eine wählbare Spalte. Über das Dreieck im Spaltentitel bestimmt man, was sie zeigt. In «Zahlungen einlesen» sind das PLZ und Ort, Strasse, Name, Abteilung oder Firma. Im Layout liegen dafür acht Felder übereinander an derselben Stelle, alle einen Pixel breit. Sichtbar ist immer nur eines: das, was im Spaltentitel gewählt ist, und davon die Fassung aus der Adresse oder aus der Zahlung, je nachdem, ob die Zahlung schon einer Adresse zugeordnet ist. Die Wahl lässt sich als Voreinstellung speichern.
So gewinnt die Liste am grossen Bildschirm nicht irgendeine Spalte, sondern die, die man selbst braucht.
Nachgemessen
Am Layout «ESR_Datei 1» (Zahlungen einlesen), Layout-Export vom 28.09.2026: Das Layout ist 1365 Pixel breit. Die mitwachsende Spalte steht bei x = 854 und ist einen Pixel breit. Links davon stehen 36 fest verankerte Objekte, rechts davon 11, die nach rechts wandern. Die Liste reicht von x = 210 bis 1365 und ist an allen vier Seiten verankert. Bei einem Fenster von 1365 Pixeln bleibt die Spalte unsichtbar, bei 1600 Pixeln ist sie 236 Pixel breit.
Im ganzen System stehen in den Layouts mit 1365 Pixeln Breite 169 Objekte mit genau einem Pixel Breite, verteilt auf 32 Layouts: 108 Felder, 56 Spaltentitel und einige Gruppen. Alle 169 sind links und rechts verankert. Am häufigsten kommen sie in den Layouts Rapport (16), Zahlungen einlesen (15), MWST (14) und Auftrag (13) vor.
Worauf man achten muss
- Pro Zeile nur eine mitwachsende Spalte. Zwei solche Spalten würden beim Breiterwerden übereinander laufen.
- Mitwachsen sollte eine Spalte, auf die man am Laptop verzichten kann.
- Im Layout-Modus sieht man immer den schmalsten Fall. Eine Spalte mit einem Pixel Breite sieht dort aus wie ein Versehen. Sie ist keines.
Für FileMaker-Entwickler
Im XML-Export eines Layouts steht die Verankerung im obersten Halbbyte des Werts «Options». Aus dem Export abgeleitet: Bit 1 = links, 2 = oben, 4 = rechts, 8 = unten. 3 heisst links und oben (fest), 6 oben und rechts (wandert mit dem rechten Rand), 7 links, oben und rechts (wächst waagrecht mit). Von den 77 867 Objekten in den Layouts mit 1365 Pixeln tragen 5368 (6.9 %) die 7. Ein Werkzeug, das sehr schmale Objekte als Rauschen aussortiert, verwirft genau diese Spalten.